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Wisseninger

Heute ab 18 Uhr: Kulturnacht auf dem Stahnsdorfer Südwestkirchhof

Geschrieben am 23. 08. 2014 von Dieter Weirauch

Über 140 Künstlerinnen und Künstler präsentieren ein buntes bis besinnliches Programm an 26 Spielstätten auf dem Friedhof
Mit Nosferatu und Livemusik, Lesung aus Effie Briest, Heinrich Zille persönlich und dem Wintergarten Varieté wird an berühmte Tote erinnert.

Die Kulturnacht auf dem Südwestkirchhof Stahnsdorf

am Samstag, 23. August 2014

wird ein besonderer Abend für einen besonderen Zweck. Der Südwestkirchhof ist ein herausragendes Kulturdenkmal, das in einer Reihe mit Friedhöfen wie dem Pariser Père Lachaise, dem Wiener Zentralfriedhof oder Venedigs Toteninsel San Michele steht.

Promi-Friedhof

Durch Krieg und deutsche Teilung erfuhr der Südwestkirchhof seine ganz eigene Geschichte, die seinen jetzigen Charakter prägen. Zahlreiche Prominente aus Kultur, Politik, Wirtschaft und Wissenschaft haben hier ihre letzte Ruhestätte gefunden. Unter anderem Heinrich Zille, Friedrich-Wilhelm Murnau, Lovis Corinth, Engelbert Humperdinck oder Werner von Siemens.

Benefiz für den Friedhof
Viele Grabdenkmale haben kunsthistorische Bedeutung und sind erhaltenswerte Baudenkmale mit Geschichte. Sowohl Restaurierungsarbeiten wie auch Schäden durch Diebstahl (Kupferdächer) sorgen immer wieder für Finanzierungsbedarf zur Instandhaltung und -setzung.
Die KULTURNACHT soll als Benefizveranstaltung mit seinem Erlös einen Teil dieser Aufwendungen decken und das Interesse für dieses bedeutende Denkmal „Kirchhof“ wecken. Alle Künstler, die die KULTURNACHT zu einem besonderen Abend machen werden, treten OHNE Gage für diesen Zweck auf.

26 Spielstätten auf dem Friedhof

Das Besondere dieser Kulturnacht ist, dass sich die 26 Spielstätten im Gelände des Kirchhofs befinden, immer in der Nähe von Gräbern bedeutender Verstorbener. Die Landschaft sowie die prächtigen Grabtempel, Mausoleen und monumentalen Grabwände werden im Wechsel der Tageszeiten zu eindrucksvollen Kulissen. Die Künstler und Ensemble tragen ihre Beiträge zwei bis viermal vor, bei Tageslicht-Dämmerung-Dunkelheit, sodass die Besucher die Möglichkeit haben alle 38 Programmpunkte zu erleben. Das Programm reicht von konzertanten Aufführungen, Tanzperformances, Theater, Lesungen bis zu Filmvorführungen und Varieté.  Das THW sorgt mit vier Ortsverbänden und erheblichen technischem Aufwand für die Beleuchtung der Wege und die illuminierten Grabbauten. Über 80 ehrenamtliche Helfer stehen für die Betreuung der Gäste und Künstler zur Verfügung. Ein Programmheft mit Spielzeiten, Künstlern und Lageplan können die Besucher am Veranstaltungstag erwerben.

Hinweis: In dieser Dimension einer Kulturnacht auf dem Südwestkirchhof wird es in absehbarer Zeit keine Wiederholung geben!

Karten sind an der Abendkasse zum Preis von 15 Euro

Einlass: ab 17 Uhr
Eröffnung: 18 Uhr vor der norwegischen Holzkirche
Ausklang: 24 Uhr

 

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Mit Fischer Jürgen Hafa auf dem Beetzsee

Geschrieben am 20. 08. 2014 von Dieter Weirauch

Ein Fischer, der nicht angelt? Denn ein Fischer fischt mit Geräten, beispielsweise mit Reusen oder Schleppnetzen. Eine Angel gehört nicht zu seinen Utensilien. „Das wäre mir zu langweilig“, sagt Fischermeister Jürgen Hafa lachend schon am frühen Morgen als wir mit dem Boot raus auf den Beetzsee im Norden der Stadt Brandenburg fuhren. Jürgen Hafa ist einer der wenigen Berufsfischer am 18 Kilometer langen Beetzsee. Es ist jener See, wo der Legende nach Fritze Bollmann, der Barbier aus Brandenburg, einst beim Angeln ins Wasser fiel.

Einer der letzten Berufsfischer

Jürgen Hafa ist seit fast 40 Jahren Fischer und bewirtschaftet von Päwesin aus rund 300 ha Gewässer, darunter einige kleinere Seen in der Umgebung – wie den Groß Behnitzer See am Landgut der ehemaligen Industriellenfamilie Borsig.

Mähdrescher- und Trecker-Erlebnisfahrten sowie diverse Bergwerkstouren liegen hinter mir, warum nicht mal mit einem Fischereimeister hinaus auf den Beetzsee und ihm bei seinem Tagewerk zuschauen? Seit einiger Zeit ist meine Familie Kunde bei Hafas Lebensgefährtin Grit Dietze auf dem Wochenmarkt in Potsdam am Bassinplatz. Bei Wind und Wetter ist sie in ihrem Verkaufswagen jeweils donnerstags und samstags anzutreffen und verkauft z. B. je nach Fang geräucherte Aale und Zander, aber auch leckere Fischbrötchen und Fischbuletten. Da lag es nahe zu fragen, ob es möglich sei, den Fischer auf seiner Fangtour zu begleiten? Ohne zu zögern erhielt ich mit freundlichem Lächeln die Antwort: „Kein Problem“. Ein Termin ist schnell und unkompliziert vereinbart und für einen Obolus von 15 Euro pro Person (incl. leckerem Räucherfisch-Frühstück in idyllischer Fischernetzumgebung) geht es früh los. Da macht es auch nichts, wenn es ein bisschen nieselt, schließlich muss der Fischer bei jedem Wetter raus und nach seinen Reusen sehen. Jürgen Hafa, in Thüringen geboren und im Norden Brandenburgs aufgewachsen, hat den Beruf von der Pike auf gelernt bei einem Fischer am Scharmützelsee. Seit den 70er Jahren ist er einer von mehreren Fischern auf dem Beetzsee. Vor der Wende im Genossenschaftsbetrieb als angestellter und seit fast 25 Jahren als selbstständiger Fischer. In der Fischerinnung vertritt er heute im Vorstand seine Kollegen.

Immer weniger Fische

Mit Fischerei allein lässt sich allerdings heute nicht mehr viel Geld verdienen. Der Ertrag der Fischerei hat in den letzten Jahren deutlich abgenommen. Der oftmals niedrige Wasserstand der Seen bereitet den Fischern Sorgen. Aale gelangen zu wenig aus der Elbe in die Havel, schuld daran sind Staudämme und Wehre. Auch hat der Beetzsee trotz des vielen Regens im Sommer 2014 fast einen Meter niedrigeren Wasserstand. Das Wasser wird über Wehre reguliert. „Da sind wir Fischer das letzte Glied in der Kette“, bedauert Hafa. So kurios es klingen mag, auch die Sauberkeit der Seen trägt zu weniger Fischbesatz bei. Vor 30 Jahren waren die Seen noch mit Nährstoffen übersättigt, nach der Wende wurden die Äcker weniger gedüngt und die Orte erhielten eine Kläranlage. Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache. Vor 20 Jahren holten der Fischer 2000 Kilogramm Aale aus dem See, heute sind es 500 Kilogramm. „Früher dominierten Aale und Hechte, heute gibt es mehr Zander und Schleie“, erzählt Hafa, während der Außenborder leise tuckert und das flache Fischerboot von Reuse zu Reuse gleitet. Meist sind die Reusen heute leer, nur wenige Fische haben sich darin verirrt. Sie sind zudem auch noch klein, so dass sie der Fischer wieder in das Wasser zurücksetzt. Unterwegs lässt sich Jürgen Hafa von einem Angler den Angel- und den Fischereischein zeigen. „Angler sind unsere Partner, wir verkaufen die Angelkarten an sie. Vom Erlös können wir wiederum den Einsatz von Jungfischen finanzieren.“ Für 150.000 Euro setzen die sechs Beetzseefischer pro Jahr Fische ein.

 Eindrucksvolle Natur: Grau- und Silberreiher

Auf unserer Fahrt, vorbei an Bollmannsruh und der Lünow-Insel begegnen wir Grau- und Silberreiher. Plötzlich ist auch der von Jürgen Hafa angekündigte Fischadler in der Luft zu sehen. Majestätisch zieht er seine Runden und hält Ausschau nach Beute, um plötzlich blitzschnell nach unten zu stürzen und einen Fisch aus dem See zu holen. Das zaubert auch dem Fischer ein Lächeln in sein wettergegerbtes Gesicht. Ernst wird er, als er über andere – menschliche Räuber – spricht, die ihm kürzlich einen Fang samt Helder aus dem Wasser stahlen. Der Schaden war groß … der Fischer schweigt, er schaut auf das Wasser, fast ist es so, als wenn die Wellen seinen Zorn davon tragen…

Trotz aller Sorgen findet Jürgen Hafa auf dem Wasser seine Ruhe und Kraft für seine schwere Arbeit.

Aale und Zander aus dem Beetzsee

Wenn auch die heutige morgendliche Ausbeute schlecht war, verliert der fast 60jährige Fischer seine gute Laune nicht. Einige Aale und Zander bringt er schließlich mit in den kleinen Hafen. Ein Hecht, den isst er am liebsten, ist heute nicht im Fang. Auch ein Karpfen ging diesmal nicht ins Netz – obwohl er gern noch einmal – wie vor einigen Jahren – einen 34 Kilogramm schweren Fisch aus dem Wasser holen würde.

Donnerstag und Samstag auf dem Wochenmarkt in Potsdam

Bis nach Bayern liefert der Fischer seinen Fang. Vor allem aber warten die Kunden in Potsdam und in Brandenburg an der Havel sehnsüchtig auf seinen frischen Fisch. Wenn man Glück hat, trifft man das sympathische Paar gemeinsam im Verkaufswagen an.

Auch in der Stadt Brandenburg

Am Freitagvormittag steht der Verkaufswagen in der Wilhelmsdorfer Straße in der Stadt Brandenburg.

 

Adresse:

Fischermeister Jürgen Hafa

Bahnhofstraße 15

14478 Päwesin bei Brandenburg

Tel. 01624960179

E-Mail: j.hafa@gmx.de

 

Wer einige Stunden in der Frühe mit dem Fischer rausfahren will, der kann sich zu einer Tour anmelden unter: Tel. 01624960179

Pannwitz

Zu Pannwitz – Schlosshotel Grunewald

Geschrieben am 18. 08. 2014 von Dieter Weirauch

Über 140 Künstlerinnen und Künstler präsentieren ein buntes bis besinnliches Programm an 26 Spielstätten auf dem Friedhof
Mit Nosferatu und Livemusik, Lesung aus Effie Briest, Heinrich Zille persönlich und dem Wintergarten Varieté wird an berühmte Tote erinnert.

Heute :Walter  von Pannwitz (1856-1920)

machte sich als als Rechtsanwalt in Strafprozessen einen Namen, war aber auch Künstler und Kunstsammler. Durch die 2. Ehe mit Catalina Roth wurden 2 bedeutende Kunstsammlungen zusammengeführt und erhielten durch den Bau des Palais Pannwitz einen würdigen Rahmen. Kaiser Wilhelm II ging dort ein und aus und nach seiner Verbannung folgte die Familie Pannwitz ihm gar nach Holland.

Vom Adelspalais zum Schlosshotel

Das Palais gehörte zu den wenigen unzerstört gebliebenen großen Häusern in Berlin und empfing als Luxushotel in der 60er Jahren, alles, was Rang und Namen hatte. Seit 2004 ist es bekannt als Schlosshotel Grunewald. Walter von Pannwitz wurde nach seinem Tod in Buenos Aires auf dem Südwestkirchhof Stahnsdorf beigesetzt.

 

Die Kulturnacht auf dem Südwestkirchhof Stahnsdorf

am 23. August 2014

wird ein besonderer Abend für einen besonderen Zweck. Der Südwestkirchhof ist ein herausragendes Kulturdenkmal, das in einer Reihe mit Friedhöfen wie dem Pariser Père Lachaise, dem Wiener Zentralfriedhof oder Venedigs Toteninsel San Michele steht.
Durch Krieg und deutsche Teilung erfuhr der Südwestkirchhof seine ganz eigene Geschichte, die seinen jetzigen Charakter prägen. Zahlreiche Prominente aus Kultur, Politik, Wirtschaft und Wissenschaft haben hier ihre letzte Ruhestätte gefunden. Unter anderem Heinrich Zille, Friedrich-Wilhelm Murnau, Lovis Corinth, Engelbert Humperdinck oder Werner von Siemens.
Viele Grabdenkmale haben kunsthistorische Bedeutung und sind erhaltenswerte Baudenkmale mit Geschichte. Sowohl Restaurierungsarbeiten wie auch Schäden durch Diebstahl (Kupferdächer) sorgen immer wieder für Finanzierungsbedarf zur Instandhaltung und -setzung.
Die KULTURNACHT soll als Benefizveranstaltung mit seinem Erlös einen Teil dieser Aufwendungen decken und das Interesse für dieses bedeutende Denkmal „Kirchhof“ wecken. Alle Künstler, die die KULTURNACHT zu einem besonderen Abend machen werden, treten OHNE Gage für diesen Zweck auf.

Das Besondere dieser Kulturnacht ist, dass sich die 26 Spielstätten im Gelände des Kirchhofs befinden, immer in der Nähe von Gräbern bedeutender Verstorbener. Die Landschaft sowie die prächtigen Grabtempel, Mausoleen und monumentalen Grabwände werden im Wechsel der Tageszeiten zu eindrucksvollen Kulissen. Die Künstler und Ensemble tragen ihre Beiträge zwei bis viermal vor, bei Tageslicht-Dämmerung-Dunkelheit, sodass die Besucher die Möglichkeit haben alle 38 Programmpunkte zu erleben. Das Programm reicht von konzertanten Aufführungen, Tanzperformances, Theater, Lesungen bis zu Filmvorführungen und Varieté.  Das THW sorgt mit vier Ortsverbänden und erheblichen technischem Aufwand für die Beleuchtung der Wege und die illuminierten Grabbauten. Über 80 ehrenamtliche Helfer stehen für die Betreuung der Gäste und Künstler zur Verfügung. Ein Programmheft mit Spielzeiten, Künstlern und Lageplan können die Besucher am Veranstaltungstag erwerben.

Hinweis: In dieser Dimension einer Kulturnacht auf dem Südwestkirchhof wird es in absehbarer Zeit keine Wiederholung geben!

Karten sind in 4 Ticketerias, im Infohaus auf dem Südwestkirchhof sowie an der Abendkasse zum Preis von 15 Euro erhältlich.

Einlass: ab 17 Uhr
Eröffnung: 18 Uhr vor der norwegischen Holzkirche
Ausklang: 24 Uhr

Eintritt: 15,00 € an der Abendkasse / Vorverkauf im Infohaus am Haupteingang

ScheuneParetz©MatthiasWolf

Paretz am Samstag: Bach mal anders

Geschrieben am 15. 08. 2014 von Dieter Weirauch

Nach der so tollen Ribbecker Sommernacht  am vergangenen Samstag geht s an diesem Samstag nach Paretz, in die Kulturscheune. Ein Konzert der Brandenburgischen Sommerkonzerte lädt zu

Bach mal anders.

Ich bin gespannt.

Sa 16.8.
17 Uhr

Paretz
Paretzer Scheune

Elbeblech

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Zille

Kulturnacht auf dem Stahnsdorfer Friedhof: Zille lebt

Geschrieben am 13. 08. 2014 von Dieter Weirauch

Viele Berliner nannten ihn liebevoll „Pinselheinrich”.

Heinrich Zille (1858 in Radeburg bei Dresden), war Zeichner, Grafiker, Lithograf und Fotograf. Seine Szenen stammten überwiegend aus der sozialen Unterschicht, dem fünften Stand, aus Randgruppen und Mietskasernen. Er starb am 9. August 1929 in Berlin und erhielt ein Ehrenbegräbnis auf dem Südwestkirchhof Stahnsdorf. Rund 2000 Trauergäste, darunter viele Künstlerkollegen und einfache Leute aus dem Volk, erwiesen ihm die letzte Ehre.

Wenn Sie Albrecht Hoffmann als Zille erleben, werden Sie sich ein um’s andere Mal fragen: isses noch doch der Echte?

Mit viel Hintergrundwissen zur Person Zilles, zum Milljöh und mit Liebe zum Detail lässt er den Zille lebendig werden. Selbst der Urenkel Heinrich Zilles ist begeistert und fördert die Arbeit Albrecht Hoffmanns.

Kulturnacht auf einem Freilichtmuseum

Der wildromantisch verwucherte Waldfriedhof in Stahnsdorf bei Potsdam wird sich im August in eine Kulturlandschaft verwandeln.

Rund 140 Musiker und Künstler werden

am 23. August 2014

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Foto: Ullmann-Verlag

Buchvorstellung: Menschen in Sanssouci

Geschrieben am 11. 08. 2014 von Dieter Weirauch

Sie arbeiten und leben da, wo andere Urlaub machen. Dr. Heinz Schönemann lebt seit Jahrzehnten mit seiner Familie in der Fasanerie nahe von Schloss Charlottenhof. Gerd Bartoschek, langjähriger Gemäldekustos der Schlösserstiftung, lebt als Einziger im Weinbergschloss Friedrich des Großen. Übrigens bereits länger als der König dort wohnte.

Potsdams Kulturlandschaft ist von außergewöhnlicher Schönheit. Sie zieht unzählige Besucher und Einheimische alljährlich in die als Weltkulturerbe geschützten Parkanlagen. Was den öffentlichen Blicken normalerweise verborgen bleibt: In einigen der historischen Stätten wohnen Menschen, die für die Erhaltung des Erbes arbeiten oder gearbeitet haben. Dieses Buch stellt die „Menschen in Sanssouci“ in 21 feinfühligen und bewegenden Porträts vor. Sie alle erzählen ihre persönlichen Geschichten vom Leben inmitten von Denkmälern und von ihrem teilweise seit Jahrzehnten andauernden Einsatz für deren Erhaltung. Erstmals gestatten diese Menschen authentische und vertrauensvolle Einblicke in ein solches Leben, welches ein Stück lebendige Zeitgeschichte widerspiegelt.

Menschen in Sanssouci. Leben und Arbeiten im Weltkulturerbe – Buchpremiere mit Francisca Drechsler (Autorin) und Barbara Rohm (Fotografin) sowie Heinz Schönemann und Saskia Hüneke

Wann: am 15. August
 um 18 Uhr
Wo: Villa Quandt
Brandenburgisches Literaturbüro
Große Weinmeisterstr. 46/47
14469 Potsdam

Buchpremiere des h.f. ullmann Verlags: Menschen in Sanssouci.

Nach einem Gespräch mit Francisca Drechsler und Barbara Rohm über ihre zweijährige Arbeit an dem Buch kommen zwei der Porträtierten selbst zu Wort: Dr. Heinz Schönemann, ehemaliger Schlösserdirektor, Martin Herborn, ehemaliger Baudirektor und Saskia Hüneke, Kustodin der Skulpturensammlung.

Francisca Drechsler beschäftigt sich bereits seit ihrem Studium mit dem Thema Biografiearbeit. Im von ihr gegründeten „BiografienAtelier“ schreibt sie auf Basis narrativer Interviews biografische Texte und gestaltet Broschüren und Bücher. Für die Essays in Menschen in Sanssouci befragte sie Potsdamer Persönlichkeiten über einen Zeitraum von zweieinhalb Jahren. Sie lebt in Potsdam und arbeitet freischaffend an diversen Buch- und Ausstellungsprojekten.

Barbara Rohm, Potsdamer Fotografin und Dokumentarfilmerin, hat in den letzten zwanzig Jahren zahlreiche Fotoreportagen für renommierte Zeitungen und Zeitschriften wie Süddeutsche Zeitung, Frankfurter Rundschau und Focus realisiert. Ihr Schwerpunkt ist die Porträtfotografie.

Wir erleben

• Historische Stätten, die der Öffentlichkeit normalerweise nicht zugänglich sind
• Hochinteressante Einblicke in das Leben und Wirken von Menschen im Potsdamer Kulturerbe

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Storch auf dem Kirchturm

Geschrieben am 11. 08. 2014 von Dieter Weirauch

in wenigen Stunden werden die Stöche gen Süden fliegen.

Gestern “besetzte” einer der vier Störche die wegen der derzeit fehlender Turmzier freie Kirchturmspitze im Potsdamer Ortsteil Marquardt. Es ist der höchste Punkt in dem idyllisch am Schlänitzsee gelegenen Ort.

Josef Grütter schickte mir dazu folgendes Gedicht:

 

“Du denkst, dass auf Kirchturms Spitze

immer ein Hahn sitze?

Nein, nicht immer muß es sein,

manchmal findet sich ein anderer Vogel auf der Spitze ein.

In Marquardt, im Havelland,

ein Fotograf ein seltenes Motiv fand.

Es saß dort oben auf der Spitze

ein Storch in der Mittagshitze.

Und auf den Dächern des Dorfes drum herum

saßen drei weitere Störche nicht klappernd, stumm.

Nur noch ein paar Tage werden sie erfreuen mit ihrer Anwesenheit,

dann werden sie abreisen in den sonnigen Süden, ganz weit.

Ein wenig traurig sind die Marquardter schon, wenn sie abgereist,

weil das Storchennest dann für Monate ist verwaist

und kein fröhliches Klappern ist mehr zu hören,

wenn Adebar und Adebarin heimkehren

zum Nest hoch oben über der Hauptstraße,

zu bringen allerlei Getier den Jungen zum Fraße.

Gute Reise und angenehmen Aufenthalt in Afrika!

Seid bitte im nächsten Jahr wieder pünktlich da!

 

Marquardt, den 10. August 2014

Josef Grütter”

 

 

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Ribbecker Sommernacht 2014

Geschrieben am 10. 08. 2014 von Dieter Weirauch

Rundum gelungen. Gratulation an die privaten Organisatoren der bereits zum siebten Mal veranstalteten  Ribbecker Sommernacht 2014. Diese Bildergalerie spricht für sich.

Das Thema diesmal “Freiheit.fliegen.Luft.”

Natürlich war die Legende vom Birnbaum und Herrn von Ribbeck  in Ribbeck,bei der Ribbecker Sommernacht am Abend des 9. August immer präsent.  Wer kam, und es waren sicher um die 800 Interessierte, war begeistert.
Regisseurin und Tänzerin Britta Schönbrunn aus dem nahen Päwesin hatte nicht zuviel versprochen: „Der Abend ist kein beliebiger Mix von Kunst. Das Thema soll spielerisch und nicht zwanghaft die Orte und Künstler verbinden.“ So war es dann auch zu erleben.

Sulfitänzer Talip Elmasulu (mehr …)

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Vorsicht ! Schwäne

Geschrieben am 08. 08. 2014 von Dieter Weirauch

Schon mehrfach hatte ich hier über die Schwäne am Werderschen Damm zwischen Potsdam und Geltow berichtet.

Zwischen dem Potsdamer Einsatzführungkommando der Bundeswehr im Potsdamer Wildpark und Wildpark-West, am Werderschen Damm (an einem kleinen Kanal), lebt eine Schwanenfamilie.

Im letzten Jahr hatten die jungen Leute der Tierrettung Potsdam, unterstützt von Polizisten, versucht, die Schwanfamilie an den benachbarten Zernsee zu verfrachten. Die Schwäne kamen zurück.

Auch in diesem Jahr sind sie wieder da.

 

Warum kann man für die nächsten Wochen nicht auf der Strecke ein 30er Schild aufstellen, derzeit fahren ja die meisten Autofahrer langsam. Wenn dann aber trotzdem ein Schwan umgefahren wird, dann ist das Geschrei groß. Was meint ihr dazu ?

Beutesachsen und Beutemärker ?

Geschrieben am 06. 08. 2014 von Dieter Weirauch

Fotos: Kulturland

Beutesachsen und Beutemärker. Da blieb ich doch heute früh neugierig in der Mall der Bahnhofspassagen Potsdam stehen.

Bis zum 30. August 2014 zeigen Laien- und Profifotografen ihre ganz persönliche Sicht auf das Verhältnis von Sachsen und Brandenburg und auf ein „Hier“ und ein „Drüben“. Dafür wurden für die Ausstellung „Wir Beutesachsen, ihr Beutemärker“ fünf Märkerinnen/Märker, die in Sachsen leben und fünf Sächsinnen/Sachsen, die nach Brandenburg gezogen sind, interviewt. Die Fotos und persönlichen Texte geben ein vielseitiges Bild auf ein Neben- und Miteinander und zeigen, was Heimat – besonders für die junge Generation – in Zeiten der Globalisierung bedeutet. Die Ausstellung kontrastiert Lebenswege und Mentalitäten und hinterfragt, vor welchen Herausforderungen die Nachbarn, etwa angesichts des demografischen Wandels, aktuell stehen.

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