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Stiftung Preußische Schlösser stellt Programm vor

Paradiesapfel – fast-beendet

Geschrieben am 24. 10. 2014 von Dieter Weirauch

Noch bis zum 31. Oktober 2014 haben Besucher des Parks Sanssouci in Potsdam die Gelegenheit, ihren herbstlichen Parkspaziergang mit einem Besuch der Open-Air-Ausstellung PARADIESAPFEL zu verbinden.

Erstmals präsentiert die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG) in ihrer Ausstellung PARADIESAPFEL im Park Sanssouci neben Themen der Garten- und Landschaftskunst auch Aspekte der praktischen Gartenarbeit oder künftiger Herausforderungen wie Naturschutz, Klimawandel und Nachhaltigkeit. In einer globalisierten und zunehmend von Ressourcenknappheit bestimmten Welt wird der ca. 300 Hektar große UNESCO-Welterbepark zum Ort einer lebendigen Auseinandersetzung um Wert und Nutzen einer historischen Gartenanlage in der Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg.

Im Park Sanssouci schließen die Open-Air-Ausstellung und die Ausstellung in den Römischen Bädern am 31. Oktober ihre Pforten

Inszenierung, Genuss und Ernte sind die Stichworte, unter denen unterschiedliche Interventionen die historischen und aktuellen Facetten des Welterbeparks zur Diskussion stellen. Die “Exponate” der insgesamt 19 Stationen sind bereits vorhanden: Ausgewählte Gartenbereiche, Skulpturen und Bauten, aber auch Wiesen, Pflanzen und Bäume sind die Protagonisten. Die Ausstellung konzentriert sich auf drei Bereiche: Umfeld Neues Palais, Park Charlottenhof und Schloss Sanssouci.

Ausstellung in den Römischen Bädern
Ergänzend zu den im Park thematisierten Schwerpunkten zeigt die SPSG im Hofgärtnerhaus der Römischen Bäder die Ausstellung “Von Blumenkammern und Landschaftszimmern. Der Garten im Innenraum 1740-1860″. Vielfältige Exponate – darunter kostbare Zeichnungen, Objekte aus Silber und Porzellan – verdeutlichen, welche Bedeutung die Menschen im 18. und 19. Jahrhundert dem Garten beimaßen und wie sich die Sicht auf das Grün im Laufe der Zeit veränderte.

Eintritt und Öffnungszeiten
Der Eintritt zum Park Sanssouci ist frei.
Ein Kurzführer mit Informationen zur Präsentation ist für 2 Euro an den Parkeingängen erhältlich.
Öffnungszeit: täglich 8 Uhr bis zum Einbruch der Dunkelheit

Ausstellung “Von Blumenkammern und Landschaftszimmern. Der Garten im Innenraum
1740-1860″ in den Römischen Bädern: 5 / 4 Euro
Öffnungszeit: täglich außer Montag, 10-18 Uhr, letzter Einlass 17.30 Uhr

Publikation
Zur Ausstellung ist im Deutschen Kunstverlag ein Begleitband, herausgegeben von der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg, erschienen:
“Königliche Gartenlust im Park Sanssouci
Inszenierung, Ernte und Genuss”
160 Seiten mit 100 farbigen und schwarzweißen Abbildungen
13 x 23 cm, Broschur
9,80 Euro
ISBN 978-3-422-07249-7

Ein Kurzführer ist für 2 Euro erhältlich.

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Die neue “Mark Brandenburg” ist da

Geschrieben am 22. 10. 2014 von Dieter Weirauch

Gerade erschienen, passend zur Weinlese im Herbst, die Zeitschrift  “Die Mark Brandenburg”.

Erschienen im kleinen feinen, von Marika Großer gemanagten Berliner Verlag. Es ist Heft 94 der nicht nur bei Heimatkundlern beliebten Reihe “Die Mark Brandenburg”.

Der Preis: 5 Euro.

Diesmal lesen wir u.a. : Jürgen Walther Vom Dionysoskult zum märkischen Landwein, Bernd Maether über “Der Weinbau in der Mark Brandenburg”,  Uwe Michas: “Heute back ich, morgen brau ich” – Bier in der mittelalterlichen Mark” sowie von Marcel Piethe Licht und Schatten – Vom Bierbrauen in Friedrichshagen”

 Werderaner Wachtelberg

Von dem ehemals ausgedehnten Anbau der Rebe waren mit der Neugründung des Landes Brandenburg 1990 nur noch letzte Spuren vorhanden. Immerhin konnte der sich gerade wieder zaghaft entwickelnde Weinbau der Region über die Wirren der Wende bewahrt und erfolgreich weiter entwickelt werden. Noch vor dem Ende der DDR, im Jahr 1985, hatten traditionsbewusste Werderaner auf fünf Hektar des alten Kulturstandorts Wachtelberg Wein gepflanzt – die Keimzelle des heute größten brandenburgischen Weinguts.

Mit der Wiedervereinigung musste in Brandenburg das gesamte europäische und nationale Weinrecht eingeführt werden – und das setzt vor allem Grenzen beim Rebrecht. Ohne Rebrechte geht gar nichts, denn im europäischen Binnenmarkt sollen der Anbau und damit die Preise möglichst stabil gehalten werden. 2007 wurden dem Land aus der regionalen Reserve durch die Bundesrepublik Deutschland 15 Hektar Rebrechte, die in Rheinland-Pfalz nicht benötigt wurden, zur Verfügung gestellt.

Brandenburg hat 30 Hektar Rebfläche

Die Rebfläche für Brandenburg ist aktuell auf insgesamt 30 Hektar begrenzt – diese Rebrechte sind mittlerweile vollständig vergeben.

Immerhin einigte sich die Agrarministerkonferenz der Länder Ende August 2013 darauf, dass die traditionellen westdeutschen Weinländer ihre Anbaufläche jährlich um ein halbes Prozent, die ostdeutschen Länder um ein Prozent ausweiten dürfen. Das bedeutet, dass in Brandenburg jährlich 3.000 Quadratmeter neu aufgerebt werden können – zu wenig für die Entwicklung dieses für Brandenburg jungen Wirtschaftszweigs.

Da traditionellen Sorten aufgrund ihrer Anfälligkeit gegen pilzliche Erreger einen hohen Aufwand zum Pflanzenschutz erfordern, wurden in Brandenburg viele widerstandsfähige Rebsorten gepflanzt. An Weißweinsorten findet man Müller-Thurgau, Weißburgunder, Riesling, Ruländer, Sauvignon blanc. Daneben gibt es neue pilzwiderstandsfähige (PiWi-) Sorten wie Johanniter (als Riesling-Ersatz), Solaris und Helios (als Müller-Thurgau-Ersatz) sowie Schönburger, Muscaris und Saphira als neue Bukettsorten.

Die rote PiWi-Sorte Regent ist die mit 5,7 Hektar am meisten angebaute Rebsorte in Brandenburg. Weitere Rotweinsorten sind Dornfelder und Cabernet Dorsa. So auf der Insel Töplitz bei Potsdam.

 Niedrige Hektarerträge

In den letzten Jahren wurden jährlich zwischen 300 und 600 Hektoliter Wein erzeugt. Die Hektarerträge waren niedrig und lagen über alle Betriebe und Sorten im Mittel zwischen 30 und 40 Hektoliter je Hektar.

Und in jedem Jahr ist es mehr als erstaunlich, dass in einem Land mit einer so kleinen Erntemenge die jährliche Weinlese, das Keltern und schließlich die Verkostung des heimischen Weins ein so großes öffentliches Interesse auslöst. Weinfeste sind gut besucht. Regionale Weine sind ein begehrtes Souvenir und Geschenk für öffentliche und private Anlässe. So ist Brandenburg mit Blick auf die Rebfläche zwar kein großes Weinbau treibendes Land, aber eine Weinbauregion mit großer Außenwirkung.

Mittlerweile wird Wein vielerorts in Brandenburg wieder angebaut, wie eine Aufstellung heutiger Weinanbaustandorte am Ende des 40-seitigen und teilweise mit einzigartigen historischen Aufnahmen illustrierten Heftes zeigt. Neben dem Werderaner Wachtelberg und der Insel Töplitz auch in Schlieben, auf dem Klausberg in Potsdam und im Lausitzer Seenland (Großräschen und Wolkenberg) sowie in Guben und in Zesch. Ja, auch im Garten des Kanzlerschlosses  Meseberg sowie im Klostergarten von  Neuzelle wachsen  mittlerweile Weinreben.

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Endspurt: Landesausstellung

Geschrieben am 22. 10. 2014 von Dieter Weirauch

„Preußen und Sachsen. Szenen einer Nachbarschaft“

Nur noch bis zum 2. November gibt es die Gelegenheit, im Schloss Doberlug in die wechselvolle Beziehungsgeschichte der Länder Preußen und Sachsen einzutauchen. Für den letzten Ausstellungstag haben sich die Veranstalter etwas Besonderes einfallen lassen. Ob als August der Starke, Gräfin Cosel und gar als streitlustiges Preußen-Sachsen-Duo: Eine Reihe von Ausstellungsguides schlüpft in die Rolle von historischen Persönlichkeiten und begleitet die Besucher auf ebenso lebendige wie launige Weise durch die sieben Szenen der preußisch-sächsischen Vergangenheit.

 Letzter Besuchertag mit besonderen Höhepunkten (mehr …)

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Buttersäure auf “Kleinen Markt”

Geschrieben am 20. 10. 2014 von Dieter Weirauch

So geschehen dieser Tage in Marquardt, einem Ortsteil der Landeshauptstadt Potsdam.

 

Der Laden spielt bereits in der Brandenburg-Literatur eine Rolle.

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“Dolci e Gelati” in Werder

Geschrieben am 18. 10. 2014 von Dieter Weirauch

Am vergangenen Wochenende waren wir wieder auf der Insel Werder bei Potsdam. Na klar, an dem Eisladen kommt Frau/Mann  nie vorbei.

Unsere Meinung: Eines der besten Eiscafés Brandenburgs steht in Werder/Havel.

Das Team um Mario Farruggio und seine Frau Annamaria überzeugen seit 2008 mit wöchentlich neuen Eiskreationen und einem immer freundlichen Service.

Heute überraschten zehn neue Eissorten in der Auslage. Wir probierten Schoko-Chilli und Erdbeere. Der Gaumen freute sich. Lecker.

Aber nicht nur das  Eis überzeugte, auch der  Service ist einzigartig. Übrigens gibt es auch laktosefreies Eis, so Mario. Alle Fruchtsorten und Sonntags gehört die Bitterschokolade dazu.

 Neben Tochter Maria und Sohn Carmelo gehören auch der Eismann Carmelo Spadaro und weitere Helfer zum Team. Das Motto der Familie lautet denn auch. “Es gibt immer einen Ort, um glücklich zu sein.”

„Wir wollen Italien in Werder sein“, so die Botschaft von Mario Farruggio. Bella Italia in Werder, dieser seit 1900 nicht nur wegen des jährlichen Baumblütenfestes zu den Lieblingszielen der Berliner gehörenden, immer attraktiver werdenden Kleinstadt  in der Nähe von Potsdam.

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WeinLand Brandenburg

Geschrieben am 16. 10. 2014 von Dieter Weirauch

Weinland Brandenburg: Trauben vom Polarkreis. So titelte der rbb jetzt. In der Tat: durch die Klimaerwärmung verschieben sich die Anbaugrenzen von Wein. Die märkische Sonne lässt sehr gute Traubenqualitäten reifen. Immerhin bietet die kontinentale Lage mehr Sonnenstunden als Rheinhessen oder Rheinland-Pfalz. Die hier gekelterten Weine überzeugen bei den Weinproben, erlangen Preise bei Weinprämierungen und haben ihre Stammkundschaft gefunden.

Das Brandenburger Agrarministerium stellt in seiner neuen Broschüre „WeinLand Brandenburg“ die Anbaugebiete zwischen Löcknitz und Elster, Elbe und Oder vor. In jüngster Zeit sind noch einige Kleinststandorte dazu gekommen. Obwohl die Rebfläche in Brandenburg nur sehr klein ist, gibt es doch eine sehr vielfältige und interessante Weinbaulandschaft. Der Text ist Deutsch und Englisch. Die 26 Standorte werden jeweils auf einer Doppelseite präsentiert. Das Heft kann kostenfrei über das Ministerium bezogen werden: oeffentlichkeitsarbeit@mil.brandenburg.de.

95 Prozent der Rebflächen konzentrieren sich in den südlichen Landesteilen sowie in Werder/Havel. Die Anfang der Neunzigerjahre bestehenden Anbauflächen wurden zu den Qualitätsweinanbaugebieten Sachsen (Schlieben im Landkreis Elbe-Elster) sowie Saale-Unstrut (Werder/Havel im Landkreis Potsdam-Mittelmark) zugeordnet.

Werderaner Wachtelberg

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Expressiv – konstruktiv

Geschrieben am 16. 10. 2014 von Dieter Weirauch

Sehenswert.

Expressiv – konstruktiv – phantastisch: Letzte Chance Einblicke in Ostdeutsche Kunst von 1945 bis 1990 aus einer Privatsammlung zu erhaltern. Am Sonntag, 19. Oktober 2014, findet ab 16 Uhr im Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte (HBPG) die Finassage mit Führung, Lesung und Konzert statt.

Eine Ausstellung des Potsdamer Kunstvereins e. V. in Kooperation mit dem Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte

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Fürst von Pückler-Muskau

Geschrieben am 15. 10. 2014 von Dieter Weirauch

Welch ein Buch ? möchte man ausrufen. „Park und Schloss Branitz“ von Gert Streidt, dem kundigen Kenner. Und die stimmungsvollen Fotos von Hans Bach.

Der in der Edition Braus Verlag Berlin erschienene opulente Band „Park und Schloss Branitz“ eignet sich dafür, den Lieben unter den Weihnachtsbaum gelegt zu werden.

Anleitung zum Spaziergang durch Branitz

Oder jetzt schon drin geblättert und einen Spaziergang durch den nun herbstlichen Park am Rande von Cottbus geplant. Das Buch macht Lust darauf.

Höhepunkt des Branitz-Besuches ist aber der Spaziergang im Park. Dieser erscheint zu den verschiedenen Jahreszeiten wie ein Naturwunder. Tatsächlich wurde er aber von Pückler bis ins kleinste Detail geplant. Neben dem inneren Kernbereich mit dem spätbarocken Schloss und den berühmten Pyramiden gehört auch der kaum bekannte Außenpark zum Gesamtensemble. Als „gestaltete Feldflur“ bezog Pückler dort die land- und forstwirtschaftlichen Flächen der direkten Umgebung in seine Anlage mit ein.

Elegant geführten Seen und Wasserläufe (mehr …)

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Sassnitz auf Rügen

Geschrieben am 12. 10. 2014 von Dieter Weirauch

Nach Sylt nun Sassnitz auf der Insel Rügen. Fasten in einer Gruppe von netten Leuten aus ganz Deutschland, die alle freiwillig nach Sassnitz gekommen sind: um mit Angelika Hüging, der Sylterin, zu fasten. Eine Woche lang. Sassnitz kannten wir bislang nicht. Eine Überraschung. Ja, die Stadt ist überraschend anders. Ausgangspunkt zu langen, teils kräftezehrenden Wanderungen in den Nationalpark Jasmund mit dem ersehnten Ziel: einmal auf dem Königsstuhl zu stehen und auf die Ostsee zu schauen.

Buchingerfasten mit Angelika Hüging

Dort, wo Preußens Hoheiten, wie Vicoria, die spätere Kaiserin Friedrich, schon weilten. Oder ihr meist im Potsdamer Schloss Babelsberg residierende Schwiegervater. Jeder von uns hat so seine Erfahrungen gemacht in dieser Woche. Bei Gesprächen und Wanderungen, u.a. nach Prora mit der größten Jugendherberge Deutschlands oder in den Naturerbepark mit Baumwipfelpfad.

Andere waren im Ostseebad Binz und fuhren von dort mit dem Rasenden Roland nach Sellin oder Göhren. Höhepunkt war die Wanderung in das malerische Dorf Vitt und nach Kap Arkona. Entspannung gab es bei der Schiffstour mit “Alexander”  zu den Kreidefelsen. Übriges slive moderiert von Alexander Brauns, einem echten Sassnitzer Kapitän, der es versteht, seine liebenswerte Stadt zu präsentieren. Welch Überraschung: keine Spur von Aschenputtel – vom Wasser erlebt man die Prächtigkeit der Altstadt vollends: eben eine “Weisse Stadt am Meer.”

Hier einige unserer Erfahrungen zum Fasten.

Typfasten mit Ralf Moll

Diäten bringen nichts. Das sind auch meine Erfahrungen. Irgendwann setzt der Jojo-Effekt ein. “Was haben wir schon alles in den letzten Jahren ausprobiert.” Nichts habe so  richtig geholfen,  höre ich immer wieder.

Auch die oft praktizierte Methode „FdH“ führt zu einem Basen- und Nährstoffmangel mit vielen sauren Zwischenprodukten im Stoffwechsel. Warum also nicht einmal in schöner Umgebung, auf La Palma, mit netten Menschen zusammen Fastenwandern zu praktizieren ? Wir haben es nun ausprobiert und waren begeistert.  Unser Fastenleiter Ralf Moll gilt als Erfinder des Typfastens, einer Weiterentwicklung der Fastenmethode nach dem Arzt Otto Buchinger. Von Ralf Moll sind unter anderem folgende Bücher erschienen: Schlank statt sauer – mit Gisela Held und “Individuell fasten”  (beide im Südwest Verlag).  Nein,  keine Nulldiät oder nur dünne Suppen. Sondern sonnengereifte Früchte (Früchtefasten),  frisch gepresste Säfte oder leckere  Gemüsesuppen (Suppenfasten) kamen auf den Tisch.  Für viele ist das Einstellen des Körpers auf einen gesunden Säure-Basen-Haushalt der erste Schritt zu einem gesunden Leben. Denn nichts steht dem Wunsch nach Gewichtsabnahme mehr im Weg als ein übersäuerter, blockierter Stoffwechsel.
„Fit in 7 Tagen“,  Energie tanken, seine Akkus wieder auffüllen, sich verwöhnen lassen und sich einfach wieder wohl fühlen in „seiner Haut“, das ist das Ergebnis nach einer Woche Typfasten.

Der schönste Nebeneffekt: wir sind gewandert und haben die wohl  schönste Insel der Kanaren La Palma mit ihren vielen Eigenheiten bei ausgiebigen Wanderungen kennengelernt. Und besonders beeindruckt haben während oftmals anstrengender Wanderungen die grandiosen Ein- und Ausblicke in die Landschaft. Der Roque de los Muchachos und die Caldera de Taburiente sind uns nun gut vertraut. Aber auch Tazacorte, Puerto Naos oder Los Llanos de Ariadne haben wir besucht.

Fasten liegt im Trend

Davon zeugt die wachsende Zahl von Fastenwandergruppen und Fastenhäusern zwischen Nordsee, Schwarzwald, Allgäu und Österreich. So ist Fastenwandern in der Toskana oftmals ein Jahr im Voraus ausgebucht.
Auch Fasten und Reiten sowie Fasten und Golfspielen werden angeboten. Ebenso Fasten und Tanz, der Beispiele gibt es viele.
Fragen werden meistens gern beantwortet. Aber es gibt auch Fastenleiter, die nur das Notwendigste sagen. Darunter leiden vor allem Erstfaster. Der Erfahrungsbericht der Schweizer Schriftstellerin Blanca Imboden auf ihrer Homepage ist nur die sogenannte Spitze des Eisberges. Ihr Buch “Ist Wandern doof”, in der sie eine Woche Fastenwandern beschreibt, genießt mittlerweile Kultstatus.
Eine gute Hilfe bei der Vorbereitung ist die Homepage von Familie Engel aus Hittisau in Österreich. Immer gelobt werden u.a. der Bachtelhof , der renommierte Fastenarzt Dr. med. Henk C.  Hietkamp im Gräflichen Parkhotel zu Bad Driburg (Detox und FX-May) sowie Menschels Resort ind Bad Sobernheim  (Felke-Kur) sowie das traditionelle und auch modifiziert angebotene Fasten in verschiedenen Klöstern. Bekannt ist dafür u.a. das Kloster Hegne der Barmherzigen Schwestern vom heiligen Kreuz am Bodensee im Landkreis Konstanz in Baden-Württemberg.

Empfehlenswert ist immer auch ein Blick in entsprechende Foren, so auf Fasten für alle und Heilfastenkur.de
Fasten liegt ist Trend. Das befand auch mehrmals, 2007 (Autor: Jörg Blech) und zuletzt in einer Titelgeschichte  2011 der “Spiegel”.

Fasten hilft bei vielen Beschwerden

Gesundheitsexperten empfehlen bei bestimmten Krankheiten, wie Diabetes Typ 2, Fettstoffwechselstörungen, Übergewicht, Gelenk-, Muskel- und Sehnenbeschwerden, zu fasten. Auch Rheuma wird gelindert.

Doch die Diskussion dazu ist kontrovers.  Für das Gesund Magazin und die Tageszeitung Die Welt schrieb ich mehrmals ausführlich über meine ganz eigenen Erfahrungen des Fastens.

Heilfasten ist keine Nulldiät, sondern trainiert die Bereitschaft, verzichten zu können und bewusst etwas für die Gesundheit zu machen. Ich jedenfalls fühle mich nun wieder topfit.

Manko: keine Zertifikate für Fastenhäuser

Mein wichtigster Tipp aber an die Fasteninteressenten: wählt den Veranstalter gut aus, schaut nicht nur auf die Homepage,  sondern hört Euch bei fastenerfahrenen Freunden um.

Es wird höchste Zeit, das Fastenhäuser und Fastenhotels regelmäßig zertifiziert werden. Zwar haben Fastenleiter eine Ausbildung bei DFA oder UGB absolviert und sind meist topfit. Aber die Häuser sind sehr, sehr unterschiedlich.

Hier fehlen oftmals Grundkriteirien. Raucher vor dem Kurhotel in Sassnitz passen nicht zu einem Fastenkurs, meine ich. Denn nur so kann Qualität bewertet werden. Sonst mehren sich bald die Stimmen, dass Fastenwillige nur abgezockt werden. Von gesundheitlichen Sorgen einzelner Fastender und Kommunikationsproblemen in der Gruppe  wegen fehlender Sozialkompetenz der Fastenleiter ganz zu schweigen. Dann wird aus Wellness schnell Wellnepp.

Wir machten mit dem Team von Ralf Moll bereits mehrmals beste Erfahrungen. Übrigens kommen 75 Prozent der Teilnehmer bei Typfasten wieder: in das  Fastenhaus im Schwarzwald oder nach La Palma, in die Toskana. Verschiedene Anbieter informieren zudem über einzelne Fastenkurse.

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Fasten auf der Nordseeinsel Sylt und Norderney mit Dagmar und Frank

Sylt – auch toll zum Fasten – kein Aprilscherz

 

Mehrere haben unter Anleitung von Fastenleiterin Dagmar Schmidt   und ihrem Partner Frank Schöwing freiwillig auf alles verzichtet, was man landläufig Laster nennt: Alkohol, Süßigkeiten, Rauchen,  Fleisch und Fernsehen. Auch Computer oder Internet waren während der Woche für die meisten von uns tabu. Diesmal , 2012, waren wir in großer (zu großer) Runde: 30 Frauen und Männer zwischen 20 und 60 Jahren, die im Fastenhaus am Rand von Westerland auf Sylt zusammen redeten, wanderten oder auch Rad gefahren sind. Vor allem freuten wir uns auf die frisch zubereiteten Säfte am frühen Morgen und die Suppen am Abend.
Eins einte uns: Alle waren freiwillig dort, jeder hatte ein eigenes Ziel. Einige wollten Pfunde verlieren, andere Abstand zu einer vorausgegangenen Lebenskrise gewinnen. Manche wollten einfach nur entschlacken. Der Begriff Schlacke wird allerdings von Schulmedizinern scharf kritisiert, aber beim Heilfasten die Prozesse im Körper wohl ganz gut beschreibt, wie ich im Gesund-Magazin einmal ausführte.
Wie es so funktioniert das Fasten ? wird oft ungläubig gefragt.  Am ersten Abend wird mit dem Irrigator oder auch mittels Glaubersalz der Darm entleert. Leckerer Tee mildert den unangenehmen Geschmack. Denn, so Fastenleiterin Dagmar, nur ein leerer Darm zeigt kein Hungergefühl und schützt vor Kopfschmerzen und Müdigkeit beim Fasten.

Das besagen auch die Erfahrungen aus der Buchinger-Klinik Bad Pyrmont, wo Dr. Andreas Buchinger, Enkel des Begründers der Buchinger-Methode, wissenschaftlich zu dem Thema arbeitet. Ebenso publizieren darüber die Mitglieder der Ärztegemeinschaft Heilfasten, zu denen u.a.  Dr.med. Rainer Stange vom Berliner Immanuel-Krankenhaus am Kleinen Wannsee.

Übrigens kann man mit Dagmar Schmidt und Frank auch auf der Nordseeinsel Amrum und Norderney fasten.

Fasten – Operation ohne Messer

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Mit dem Fischer auf dem Beetzsee

Geschrieben am 04. 10. 2014 von Dieter Weirauch

Ein Fischer, der nicht angelt? Denn ein Fischer fischt mit Geräten, beispielsweise mit Reusen oder Schleppnetzen. Eine Angel gehört nicht zu seinen Utensilien. „Das wäre mir zu langweilig“, sagt Fischermeister Jürgen Hafa lachend schon am frühen Morgen als wir mit dem Boot raus auf den Beetzsee im Norden der Stadt Brandenburg fuhren. Jürgen Hafa ist einer der wenigen Berufsfischer am 18 Kilometer langen Beetzsee. Es ist jener See, wo der Legende nach Fritze Bollmann, der Barbier aus Brandenburg, einst beim Angeln ins Wasser fiel.

Einer der letzten Berufsfischer

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