header_NEU_Potsdam Weirauchs Potsdam
Brandenburgp1790193

Beltracchi – Schau im Kurt-Mühlenhaupt-Museum Bergsdorf

Geschrieben am 24. 05. 2015 von Dieter Weirauch

Pfingstausflug nach Bergsdorf, einem Ortsteil von Zehdenick (Oberhavel). Der als Kunstfälscher bekanntgewordene Wolfgang Beltracchi zeigt erstmals im Großraum Berlin – Brandenburg eigene Kunstwerke, Bilder und Plastiken.

Geld für die Gläubiger

Darunter die Gemälde mit dem Titel „Im Dunkel der Wälder“  sowie mehrere großformatige Zeichnungen und Skulpturen. In der alten Feldscheune liegt auch gleich eine Preisliste mit aus.  Das teuerste Werk ist die Skulpturengruppe „Eiserne Jungfrau Installation“, Preis: 180.000 Euro. Andere Kunstwerke kosten zwischen 2.800 Euro („Euphorie II“) und 65.000 Euro „Verschwinden der Wälder“). Beltracchi braucht das Geld, um seine Gläubiger zu befriedigen.

Strafe abgesessen

Der heute 63-jährige Beltracchi hatte jahrelang Bilder im Stil großer Meister wie Max Ernst und Heinrich Campendonk gemalt und als Meisterfälscher Millionen verdient. 2010 flog der Schwindel auf und Beltracchi und seine Frau wurden verurteilt.

Bis Januar 2015 war er noch in Haft. Das die in der Haft entstandenen Kunstwerke in Bergsdorf gezeigt werden können, kommt einer Sensation gleich.  Denn Galerien, die Werke von Beltracchi zeigen, droht der Ausschluss aus dem Verband. Das Kurt-Mühlenhaupt-Museum gehört zum Museumsverband und ist keine Galerie, so sagte Hannelore Mühlenhaupt in einem lesenswerten Interview in der MAZ.

Infos zum Kurt–Mühlenhaupt-Museum

Die Ausstellung ist bis zum 21. Juni zu sehen

Das Museum in Bergsdorf  (mehr …)

Brandenburgp1790034

Bockwindmühle in Potsdam OT Fahrland lädt Pfingstmontag ein

Geschrieben am 22. 05. 2015 von Dieter Weirauch

Die Historische Mühle am Park von Sanssouci kennen viele Besucher. Das die brandenburgische Landeshauptstadt Potsdam mit der Bockwindmühle im Ortsteil Fahrland eine weitere mühlentechnische Rarität besitzt, ist kaum bekannt. Der Unterschied zwischen beiden Mühlen könnte allerdings größer nicht sein. Die Sanssouci – Mühle ist nach 1990 originalgetreu wieder aufgebaut worden und bestens in Schuss. Die Fahrländer Mühle, Baujahr 1785, besitzt keine Flügel mehr und ist ein restaurierungsbedürftiges Wrack.

Mühlenfest am Pfingstmontag in Fahrland

Pfingstmontag stellt Familie Watzke, seit zwei Jahren Besitzer der Fahrländer Bockwindmühle, ihr Bauwerk vor. Denn Pfingstmontag ist Mühlentag. Dann will Günter Watzke den Gästen, und es werden viele erwartet, zeigen, was in der Mühle noch steckt. Das Interieur hat die Zeiten überdauert.

Torsten Rüdinger, der Geschäftsführer der Mühlenvereinigung Berlin Brandenburg lobt das Engagement der  aus dem sächsischen Görlitz stammenden Mühlenbetreiber. Sie wollen die Mühle, unter anderem mittels Spendengeldern und sogenannte Schwarmfinanzierung (Crowdfunding), möglichst originalgetreu restaurieren. Das kann dauern, wie auch Claus Wartenberg, der Fahrländer Ortsbürgermeister und ausgewiesene Denkmalspfleger, bei einer Führung erzählt..

Pfingstmontag wird gefeiert zum Mühlentag. Mit dabei sind u.a. der Bürgerverein Fahrland und Umgebung e.V., der Treffpunkt Fahrland e.V., die Freiwillige Feuerwehr Fahrland, die Angelfreunde Fahrland e.V. sowie der von Manfred Lindicke geleitete Werderaner Weinverein.

Jahrelang verfiel die Bockwindmühle

Gunter Watzke hatte die marode Bockwindmühle vor zwei Jahren bei einer Zwangsversteigerung erworben hatte. Aus Leidenschaft – die muss sehr groß sein, denn die Mühle hat gar keine Flügel mehr.

Bevor sie wieder in den Wind gedreht werden kann, sind umfangreiche Sicherungsarbeiten notwendig. So soll der Unterbau komplett entkernt und die Mühle als Ganzes einmal angehoben werden. Später folgen dann die Erneuerung der Außenhaut der Bockwindmühle sowie die Restaurierung des Innenlebens mitsamt Mahlwerk. Diverse Teile, wie der sogenannte Hammerbalken, auf dem die Mühlenkonstruktion ruht, muss komplett erneuert werden. Es kann also dauern, bis endlich die Flügel wieder angebaut werden können, ist sich Mühlenexperte Rüdinger sicher.

Einst Kulisse für DEFA-Filme

Übrigens, so weiß Watzke, war die Fahrländer Bockwindmühle bis 1968 in Betrieb, danach diente sie als Veranstaltungsort sowie als Kulisse für Filmaufnahmen. So wurde der DEFA-Märchenfilm „Der große und der kleine Klaus“ dort gedreht. Nach der Wende kaufte ein Bayer die Mühle, kümmerte sich nicht und schließlich ersteigerte Günter Watzke das einzigartige Denkmal.

Weitere Infos gibt es auf der Mühlenseite der Fahrländer Mühle

 

ÖPNV: Bus: Linie 609  Potsdamer Hauptbahnhof – Kirche Kartzow,  Haltestelle   Fahrländer Mühle

Brandenburgp1790121

Vor Ort Besuch: CO2 ist im Speicher sicher

Geschrieben am 21. 05. 2015 von Dieter Weirauch

Das CO2 bleibt unten! So das Fazit der Wissenschaftler des Potsdamer Geoforschungszentrums GFZ beim heutigen Tag der offenen Tür in Ketzin, in der Nähe von Potsdam. Dort wurde in einem Pilotprojekt seit einigen Jahren CO2 eingelagert. Insgesamt sind rund 67.000 Tonnen CO2  in den Untergrund eingebracht worden.  Über das Für und Wider der Einlagerung ist viel geschrieben worden. Ob es so ganz ungefährlich ist, wie immer behauptet ? Diese Frage stellten sich interessierte Besucher.

Die Antworten überzeugten auch die Kritiker. Umfangreich ist das derzeit laufende Monitoring-Programm zur Überwachung des in das Sandgestein in einer Tiefe von 650 Meter eingebrachte CO2. Eine der Bohrungen wurde im Herbst 2013 im unteren Bereich verfüllt (zementiert) und wird derzeit überwacht. Der obere Bereich dieser Bohrung wird voraussichtlich im Juni 2015 verschlossen. Die weiteren vier Forschungsbohrungen sollen 2016 verfüllt werden.
Viele Besucher kamen aus Ketzin und den Ortsteilen, betreut wurde der Nachmittag u.a. recht engagiert von der Freiwilligen Feuerwehr. So gab es beispielsweise ein spannendes Kräftemessen zwischen den Wissenschaftler und den Feuerwehrmännenr und Frauen. Gewonnen haben die Feuerwehrleute.

Mehr Informationen gibt es unter Co2Ketzin.de

Wer Fragen hat, die Wissenschaftler des  Zentrums für Geologische Speicherung CGS des Potsdamer Geoforschungszentrums GFZ, biten jeweils mittwochs Führungen über das Gelände an. Es lohnt.

BUGA 2015

Bismarckturm in Rathenow öffnet wieder

Geschrieben am 21. 05. 2015 von Dieter Weirauch

Der Bismarckturm auf dem BUGA-Gelände in Rathenow soll voraussichtlich wieder geöffnet werden. Das berichtet die Maz in ihrer morgigen Ausgabe.

Darin heißt es u.a.: „Nachdem der Buga-Zweckverband das Weinberggelände übernommen hatte, sperrte er das Bauwerk für Besucher mit der Begründung, es gebe Sicherheitsbedenken bei dem zu erwartenden „Massenbetrieb“ während der Buga. Der Rathenower Bürgermeister Ronald Seeger hat Donnerstagnachmittag auf Nachfrage das Ergebnis der Abstimmung mitgeteilt: „Durchbruch im positiven Sinne!“ Ausschlaggebend dürfte ein Gutachten gewesen, das kurzfristig in Auftrag gegeben worden war. Der Gutachter hatte festgestellt, dass es keine Gründe gebe, um das Gebäude nicht für Besucher zu öffnen.

25 Personen können jeweils auf den Bismarckturm

Als Voraussetzung seien aber noch einige technische, organisatorische und personelle Maßnahmen zu treffen. „Der Turm kann wieder wie früher für bis zu 25 Personen gleichzeitig geöffnet werden“, erklärte Ronald Seeger, „so wie es in der Baugenehmigung festgelegt worden ist.“

Die BUGA-GmbH wollte sich dazu nicht äußern und verwies auf ein für kommenden Dienstag anberaumtes Pressegespräch. Schade, denn ich wollte zu Pfingsten nach Rathenow und Havelberg und die BUGA besuchen. Der Turm bleibt demnach Pfingsten noch zu. Gegen die Schließung hagelte es wochenlang Proteste.

Kathedrale unter Bismarcktürmen

Architekturhistoriker, wie Jörg Bielefeld und Alfred Büllesbach, bezeichnen den Rathenower Bismarckturm in ihrem Band „Bismarcktürme“ wegen seiner 16 Meter hohen Kuppelhalle als „die Kathedrale unter den Bismarcktürmen“.

Der 1914 eingeweihte Rathenower Turm ist einer von derzeit 146 noch existierenden Bismarcktürmen in Deutschland.

Nach Jahrzehnten der Nichtbegehbarkeit half der 1997 in Rathenow gegründete Verein Bismarckturm Rathenow zusammen mit der Stadt, den Turm instand zu setzen. 2004 gab es wegen nicht denkmalgerecht gebauter Seitentürme Streit mit der Denkmalpflege, die schließlich 2011 den Rückbau der sogenannten „Chinesenhüte“ durchsetzte.

Bismarcktürme in Brandenburg

In einer kleinen Dokumentenschau, die derzeit anlässlich des 200. Geburtstages Otto von Bismarck im Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte am Neuen Markt in Potsdam zu sehen ist, wird er neben anderen Bismarcktürmen im Land Brandenburg erwähnt.

In Burg/Spreewald befindet sich ein weiterer bekannter Bismarckturm. Rund 30.000 Gäste besuchen das dortige ebenfalls recht imposante Bauwerk. Ein oder zwei freundliche Servicemitarbeiter “steuern” dort den Besucherfluss. Vielleicht sollten die BUGA-Verantwortlichen des Zweckverbandes einmal die Erfahrungen der Burger  Tourismusinformation, in deren Obhut sich der Bismarckturm Burg  befindet, anhören.

IMG_3675-2-1024x768

Pfingstmontag ist Mühlentag

Geschrieben am 21. 05. 2015 von Dieter Weirauch

Pfingstmontag ist Mühlentag. Seit mehr als 20 Jahren. Ich sprach darüber heute mit Torsten Rüdinger, den Geschäftsführer der Mühlenvereinigung Berlin-Brandenburg und neben Frederic Schüler einer der Müller in der Historischen Mühle von Sanssouci in Potsdam.

Viele Gastgeber bieten nicht nur die traditionellen Besichtigungen und Führungen an, sondern locken mit Kulturprogrammen und Mühlenfesten.

Unterschiedliche Programme sind zu erleben – von fachkundigen Führungen über technische Vorführungen bis hin zu kleinen Festen an der Mühle, beispielsweise an der Bockwindmühle von Willi Schwetzke (Mühlen-Willi) in Paretz bei Potsdam. Auch die Wassermühle in Wustrau von Bernd Ewers in Wustrau bei Neuruppin ist sehenswert. Zum 2. Mail beim Mühlentag dabei ist die Familie Watzke in Fahrland (einem Ortsteil von Potsdam).  Etwa 170 Mühlen werden zu erleben sein in Berlin und Brandenburg.

Historische Mühle von Potsdam – Sanssouci

Viele der Mühlen, wie die Historische Mühle am Schloss Sanssouci in Potsdam,  öffnen traditionell seit Jahren an diesem Tag.  Es gibt aber auch neue Teilnehmer zu entdecken. Zu ihnen gehören  die Mühle Tornow im Landkreis Oberhavel oder die Mühle Hornow im Landkreis Spree-Neiße. In Triglitz bei Putlitz  (Prignitz)  hat die Familie Koebe eine völlig zerfallene Wassermühle vor dem endgültigen Verschwinden gerettet und liebevoll restauriert. Ähnlich ist es bei der Mühle Tornow nahe Fürstenberg/Havel. Dort hat die Familie Schneider eine gelungene Nachnutzung der still liegenden Wassermühle gefunden. Heute lässt es sich im historischen Ambiente gut speisen und übernachten.

Mühle ohne Flügel in Hornow und Fahrland

Die Mühle in Hornow (Spree-Neiße) ist ein besonderes Exemplar – im Kern eine Bockwindmühle, die zu einer Motormühle umgerüstet wurde. Daher wird man die Windmühlenflügel vergeblich suchen. Der Mühlenverein und die Eigentümerin Irene Nitzschke haben sich dem überkommenen Erbe der ehemaligen Getreidemühle angenommen und insbesondere im vergangenen Jahr mit hohem Eigenengagement und einigen Fördermitteln die bauliche Hülle der Mühle sanieren können. Die Bockwindmühle in Bamme im Havelland zählt zu den ältesten in Brandenburg.  Hier muß der Verein noch viel klappern, um die vom Sturm vor einigen Jahren zerstörte Mühle wieder herzurichten. Rüdinger hatte gehofft, dass die BUGA bei der Instandsetzung hilft, leider Fehlanzeige.

Wieder beim Mühlentag dabei sind die Bockwindmühle in Vehlefanz, Landkreis Oberhavel, und die Scheunenwindmühle von Saalow. Ebenso die Holländerwindmühle von Straupitz (Spreewald), Europas letzte Windmühle mit drei produzierenden Müllereigewerken unter einem Dach: Mahlen, Sägen und Öl.  Dort erklärt der kundige Müller auch, wie das typische Klappergeräusch in den Mühlen zustande kommt. Das Rütteln des Rüttelschuhs verursacht das vielzitierte “Klappern der Mühle”.

Eine Attraktion auch die Bekemühle in Dannenwalde, hinter Kyritz gelegen.  Zwischen 10 und 18 Uhr erwarten Ute und Frank Martens zahlreiche Gäste.

Paltrockmühle in Langerwisch

Die große Paltrockmühle der Familie Melior in Langerwisch (Potsdam-Mittelmark) ist weithin sichtbar – besonders wenn sich die Flügel drehen.  Jörg-Peter Melior oder sein Sohn Peter erklären gern den Besuchern das Innenleben und wie der Weg vom Korn zum Mehl funktioniert.  Die daneben stehende kleine Windmühle ist nicht ganz so alt, aber nicht weniger interessant.

Mühlen-Willi in Ketzin

Das Miniaturexemplar einer Bockwindmühle im Maßstab 1:4 wurde 1938 in Paretz bei Ketzin für den Sohn des damaligen Müllermeisters  erbaut. .

Lohnenswert auch ein Besuch in der Salvey-Mühle in Gartz/Geestow im unteren Odertal. Im Naturpark „Uckermärkische Seen“ und im Naturschutzgebiet „Stromtal“ liegt die Wassermühle Gollmitz, mittlerweile genießt die liebevoll restaurierte Mühle Kultstatus ob ihres kulturellen Freizeitangebotes.

Noch Mitte des 19. Jahrhundert gab es in der damaligen Provinz Brandenburg  etwa 1.141 Getreide-Wassermühlen und 2.198 Getreide-Bockwindmühlen, aber auch 381 Ölmühlen und 110 Lohmühlen. Die Dampfkraft hatte zu dieser Zeit erst in 57 Mühlen Einzug gehalten. „Heute zählen wir etwas über 1.000 Einträge im Standortverzeichnis des Mühlenarchivs der Mühlenvereinigung Berlin-Brandenburg e.V.“ berichtet Torsten Rüdinger von der Mühlenvereinigung Berlin-Brandenburg.

Rund 30 Mühlen arbeiten noch täglich

In Brandenburg gibt es noch 27 gewerbliche Mühlen, in denen heute noch Getreide verarbeitet wird, so u.a. in Müllrose,  Bensdorf und die Mühle Wolter in  Buchow-Karpzow (zwischen Falkenrehde und  Wustermark). Zwei von ihnen, die Obermühle in Gottsdorf und die Mühle Paulick in Müschen sind   am Mühlentag zu besichtigen. Für die nächsten Jahre wünscht sich Rüdinger, dass der Mühlentag nicht nur auf die historischen Mühlen beschränkt bleibt, sondern die gewerblichen Betriebe diesen Tag auch für sich entdecken.

Strom wird u.a. erzeugt in der Kathfelder Mühle in Pritzwalk und in der Perleberger Stadtmühle.  Auch Bernd Evers in Wustrau erzeugt Strom, vor allem für den Eigenbedarf. Andreas Plagemann, der Besitzer der Kathfelder Mühle an der Dömnitz, liefert 60.000 Kilowattstunden pro Jahr an die Pritzwalker Stadtwerke.  Auf vier Etagen der Mühle erhält der Besucher Einblick in die Vergangenheit und Gegenwart der Prignitzer Mühlenlandschaft.

Informationen zu allen am Deutschen Mühlentag geöffneten Mühlen gibt es auf  der Homepage der Mühlenvereinigung Berlin-Brandenburg e.V.   in der Rubrik “Mühlentag”.

 

Dort kann das Teilnehmerverzeichnis mit allen Informationen als Datei herunter geladen werden. Eine von der edition terra gemeinsam mit der Mühlenvereinigung herausgegebene Landkarte verzeichnet zudem einen Großteil der interessantesten Mühlen im Land.

 

Hier weitere Informationen zu den Mühlen in Berlin – Brandenburg.

Weckruf: Bahnstreik kann für blinde und sehbehinderte Menschen Hausarrest bedeuten

Geschrieben am 20. 05. 2015 von Dieter Weirauch

Schnell aufs Fahrrad umsatteln, weil die S-Bahn nicht fährt, einfach einen Mietwagen reservieren, weil der Regionalzug ausfällt – nicht jeder hat diese Option. Aus Anlass des neunten Streiks im aktuellen Tarifkonflikt bei der Bahn weist der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) auf die gravierenden Folgen für Menschen mit Seheinschränkung hin.

(mehr …)

In der Pilotanlage zur CO2-Speicherung in Ketzin bei Berlin liegen am Mittwoch (04.05.2011) zu Beginn der geologischen Speicherung des Treibhausgases symbolisch drei Schutzhelme bereit. Erstmalig begann die geologische Speicherung des Treibhausgases CO2 auf dem europäischen Festland. In Ketzin soll das Treibhausgas unterirdisch verpresst werden. Etwa einen Monat lang sollen 2000 Tonnen industriell abgeschiedenes Kohlendioxid aus der Lausitzer Versuchsanlage in 650 Meter Tiefe eingelagert werden. Foto: Bernd Settnik dpa/lbn/lsn

Tag der offenen Tür: CO2-Speicherung Ketzin

Geschrieben am 20. 05. 2015 von Dieter Weirauch

Fotos: PA/dpa

In Ketzin, in der Nähe von Potsdam, wird seit einigen Jahren CO2 eingelagert. Insgesamt sind rund 67.000 Tonnen CO2  in den Untergrund eingebracht worden. Das sind mehr als 67 lange Güterzüge. Über das Für und Wider der Einlagerung ist viel geschrieben worden. Ob es so ganz ungefährlich ist, wie immer behauptet ?

Darüber wollen die Wissenschaftler des  Zentrums für Geologische Speicherung CGS des Potsdamer Geoforschungszentrums GFZ bei einem Tag der offenen Tür “CO2-Speicherung am Pilotstandort Ketzin” mit Besuchern ins Gespräch kommen.

Wann: 21. Mai 2015, 15 bis 19 Uhr

Wo: Knoblaucher Chaussee, 14669 Ketzin/Havel

Besucher können sich über die Forschungsarbeiten zur CO2-Speicherung informieren. Die MitarbeiterInnen des GFZ werden an Informationsständen ihre Arbeiten in den Bereichen Geologie, wissenschaftliches Bohren, Geophysik und Geochemie vorstellen.

Programm

15:00 Uhr Eröffnung im Festzelt

16:00 Uhr und 18:00 Uhr Vorträge

15:30 Uhr, 16:45 Uhr und 18:30 Uhr Führungen über den Pilotstandort

Es gibt Informationsstände des GFZ, ein spezielles Kinderprogramm, Verpflegung (Barbecue) durch die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Ketzin/Havel

Hintergrund

Bereits seit 2004 beschäftigen sich Wissenschaftler des Deutschen GeoForschungsZentrums GFZ mit der Speicherung von CO2 in tiefen  Gesteinsschichten. Als Pilotstandort wurde Ketzin gewählt. Hier werden zu Forschungszwecken alle Phasen eines CO2-Speichers durchlaufen. Für die Speicherung werden in Ketzin poröse Sandsteinschichten in einer Tiefe von 630 m bis 650 m genutzt. Die Einspeisung von CO2 begann im Juni 2008 und endete im August 2013. In dieser Zeit wurden insgesamt rund 67.000 Tonnen CO2 sicher in den Untergrund eingebracht.  Die Überwachungsmethoden in Ketzin zählen, so das GFZ,  zu den umfangreichsten, die weltweit im Bereich der CO2-Speicherung eingesetzt werden.

Gegen die Kohlendioxid-Speicherung in großem Rahmen gibt es immer wieder Proteste. Gegner befürchten beispielsweise eine Verseuchung des Grundwassers durch Salz, das bei der Verpressung von Kohlendioxid verdrängt wird.

 

Wie kommt man hin ?

Stündlich fährt ein Bus (614) zur Haltestelle Knoblaucher Str.
Vom Bahnhof Wustermark aus gibt die BVG-Info folgende Fahrtmöglichkeit an:
Bus 663, Nauen Zentrum umsteigen in den 658 und dann in Ketzin Havel, am Markt umsteigen in den 614.
Nahe des Informationszentrum am Pilotstandort gibt es einen Sammelparkplatz.

S-Bahn Berlin

S-Bahn Ersatzfahrplan zum Lokführerstreik

Geschrieben am 18. 05. 2015 von Dieter Weirauch

Die S-Bahn Berlin bietet während des Arbeitskampfes wieder einen Ersatzfahrplan an. Dieser wird gegenüber dem letzten Streik um zusätzliche verlässliche Angebote auf der Stadtbahn ergänzt. Die Linie S5 fährt von Strausberg kommend bis Friedrichstraße. Die Linie S7 verkehrt tagsüber von Ahrensfelde bis Charlottenburg. Damit steht rund 35 Prozent des regulären Angebots zur Verfügung.

Sobald die abschließende Planung vorliegt, werden Detailangaben unter www.s-bahn-berlin.de veröffentlicht.

Das Ersatzangebot berücksichtigt insbesondere Strecken, auf denen keine alternativen Fahrtmöglichkeiten mit anderen öffentlichen Verkehrsmitteln zur Verfügung stehen. Im Regelfall wird ein 20-Minuten-Takt angeboten. Die Ringbahnlinien S41/S42 verkehren nicht.

Im Berliner Stadtgebiet kann in vielen Fällen auf U-Bahn-, Straßenbahn- und Busverbindungen ausgewichen werden. Alternative Fahrtrouten sind über die elektronischen Fahrplanauskunftssysteme und Apps von S-Bahn Berlin, DB, BVG und VBB zu ermitteln. D

Folgender Ersatzfahrplan ist nach derzeitigem Planungsstand vorgesehen:

Linie
fährt nur ca. Takt Hinweise
S1 Potsdam Hbf <> Wannsee <> Oranienburg 20 Min.

S2 Blankenfelde <>Bernau 20 Min.
S25 fährt nicht Busersatzverkehr: Teltow Stadt <> Attilastraße <> Südende &
Tegel <> U-Bhf. Alt-Tegel (U6) <> Hennigsdorf

S3 Erkner <> Ostkreuz 20 Min.
S41 Ringbahn fährt nicht –
S42 Ringbahn fährt nicht –
S45 fährt nicht –
S46 Königs Wusterhausen <> Schöneberg 20 Min.
S47 fährt nicht –
S5 Strausberg <> Friedrichstraße 20 Min. Busersatzverkehr: Strausberg <> Am Annatal <> Strausberg Nord
S7 Ahrensfelde <> Charlottenburg 20 Min. Verkehrt voraussichtlich von 5 bis 22 Uhr (Planungsstand!)
S75 fährt nicht –
S8 fährt nicht – Busersatzverkehr: Blankenburg <> Schönfließ, Dorf <> Hohen Neuendorf
S85 fährt nicht –
S9 Flughafen Schönefeld <> Landsberger Allee 20 Min.

Foto: PA

Lokführerstreik ab Mittwoch – Ende offen

Geschrieben am 18. 05. 2015 von Dieter Weirauch

Ab Mittwochfrüh beginnt ein neuer Bahnstreik. Das Ende ist offen. Das ist ein ewiger Streit zwischen GDL und Bahn, der dort geschlicht werden muß.

Ich bin der Meinung, die Bahn sollte endlich Herrn Weber als Verhandlungspartner von GDL-Chef Weselsky ablösen und den Bahnchef Grube mit Weselsky verhandeln lassen.

Günter Verheugen als Schlichter ?

Und  den ehemaligen EU-Kommissar Günter Verheugen als Schichter einsetzen. Der ist Bahnfahrer und kennt die Probleme der Lokführer bestens.

Gerade traf ich eine verzweifelte Studentin am Bahnhof in Golm, dort wo im Campus von UNI Potsdam rund 5000 Mitarbeiter und Beschäftigte tätig sind. Bislang hatten viele Studenten noch Verständnis für die Lokführer. Aber jetzt ist es mit der Solidarität endgültig vorbei.

Zwar bleibt noch der Ausweg über Fahrgemeinschaft oder ODEG ab Wustermark ins Berliner Zentrum zu kommen. Mittlerweile hat wohl jeder einen Weg gefunden, um ohne Bahn, zumindest bei Fernreisen (blablacar o.ä.) auszukommen. Aber der tägliche Pendler ist am Verzeifeln.

Und  Fernbus nach Dresden am Wochenende hat prima geklappt. Nur sind die Fernbus-Tickets zu Pfingsten schon alle weg. Der Server hat dort soeben kollabiert.

Worum es geht ?

Im mittelpunkt des scheinbar endlosen Konflikts steht, dass die größere Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) bisher die Tarifverträge für die rund 3000 Lokrangierführer abgeschlossen hat. Die GDL verlangt für ihre Mitglieder in dieser und anderen Berufsgruppen des Zugpersonals aber eigene Tarifverträge.

Die Deutsche Bahn aber will unterschiedliche Tarifverträge für ein und dieselbe Berufsgruppe vermeiden. Die GDL strebt zuvorderst  eine Einigung über die künftige Tarifstruktur an und will erst danach in einer Schlichtung über Geld, Arbeitszeit und Überstundenbegrenzung sprechen.

bUGAp1720426

250.000 BUGA – Besucher

Geschrieben am 18. 05. 2015 von Dieter Weirauch

 

Man kann es kaum glauben. Die BUGA GmbH will heute Nachmittag in der BUGA-Blumenhallenschaukirche St. Johannis in Brandenburg/Havel schon den 250.000sten Besucher begrüßen. Während meiner beiden BUGA-Besuche war es verhältnismäßig leer, von Ansturm nichts zu spüren. Wahrscheinlich verteilt sich der Besucheransturm auf alle fünf Standorte gleichzeitig.

 Wird Bismarckturm wieder geöffnet ?

Auch soll in dieser Woche entschieden werden, ob der von der BUGA GmbH wegen angeblicher Sicherheitsmängel in Rathenow geschlossene Bismarckturm wieder geöffnet werden kann. Obwohl in den letzten Jahren von rund 30.000 Gästen besucht, hatte die BUGA GmbH Sicherheitsmängel bei der Schließung angeführt. Dagegen gibt es zahlreiche Proteste.